Australien und Tasmanien 2018 / 19

Zum zweiten mal sollte es für 6 Wochen nach Australien gehen. Nachdem unsere erste Reise von Sydney über das Rote Zentrum bis nach Darwin und zurück über die Ostküste geführt hatte, wollten wir dieses Mal die Westküste Australiens bereisen.

Zuerst ging es aber nach Tasmanien und dann über die Greate Ocean Road im Süden von Australien bis nach Adelaide. Von hier aus sind wir dann mit dem Flieger nach Broome an die Westküste geflogen. Um dann mit dem Auto bis nach Peth zu fahren.

Tasmanien - das Kleinod des Kontinents

Der kleinste Bundesstaat südlich des Festlandes, ist durch die Meerenge der Bass Strait getrennt. Die Insel befindet sich circa 240km nördlich von Melbourne. Im Westen erstrecken sich die unendlich wirkenden Weiten des Indischen Ozeans und im Osten liegt die zum Pazifischen Ozean gehörende Tasman Sea. Von Norden nach Süden misst die überschaubare Insel 364 Kilometer und von Westen nach Osten 306 Kilometer.

Die Insel hat vieles zu bieten: alpine Bergmassive, Weideland, Urwald, Moore Fjorde und tolle Sandstrände. Ca. 40% der Insel umfassen verschiedene Naturschutzgebiete, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Eine Besonderheit ist der ausschließlich auf der Insel wild lebende Tasmanische Teufel. Auf dem Festland war der Beutelteufel, wie er eigentlich heißt, bis ins 14. Jahrhundert heimisch. Beinahe wäre er damals ausgerottet worden, da die nachtaktiven Tiere als Bedrohung für das Vieh angesehen wurden. 1941 wurde er unter Schutz gestellt, ist aber auch heute noch bedroht, den immer mehr der Tiere erkranken an einem tödlichen Gesichtskrebs oder werden einfach überfahren.

Tasmanien

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Greate Ocean Road

Die Great Ocean Road ist eine 243 km lange Straße, die entlang der australischen Südküste im Bundesstaat Victoria verläuft. Sie beginnt anderthalb Autostunden vom Stadtzentrum Melbournes. An dieser Strecke befinden erstklassige Surfspots und die zerklüfteten Kalksteinspitzen der Twelve Apostels oder der London Brigde. Nicht weit davon entfernt liegt der Grampains Nationalpark. Der größte Nationalpark Victorias nordwestlich von Melbourne bietet fast 2000 km² ursprüngliches Buschland, Wasserfälle und vieles mehr für Wanderungen.

Halls Gap ist der größte Ort in den Grampians.  Ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungen im Nationalpark, egal ob mit dem Auto oder zu Fuss, für jeden ist etwas dabei. Viele der Wanderwege führen zu einem Aussichtspunkt, einem Wasserfällen wie z.B die MacKenzie Falls oder zu interessanten Sandsteinformationen und Balconies.

 

 

Greate Ocaen Road Grampains Nationalpark

  • Greate Ocean Road und Grampains Nationalpark

Westküste Australien

Von Broom bis Peth mit dem Auto

Broome ist eine am indischen Ozean gelegene Küstenstadt in der Region Kimberley, im Norden Westaustraliens. Sie liegt rund 2200 km entfernt von der Hauptstadt Perth entfernt und ist der Ausgangspunkt unserer Reise entlang der Westküste Australiens.

Die Stadt erlebte ihren Aufschwung als bekannt wurde das am Meeresboden Perlen zu finden sind. Durch den Perlenrausch wurde sie zur „Perlenhauptstadt der Südhalbkugel“. Die Perlenindustrie des Ortes deckte 80 Prozent des weltweiten Perlmutt-Bedarfs. Ab Oktober 1929 endete mit der Weltwirtschaftskrise und dem Aufkommen von Kunst- und Zuchtperlen der Perlenboom, und der Ort fiel in die wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. Aber auch heute noch werden in der Umgebung von Broome Perle gezüchtet.

Port Hedland ist mit knapp 13.800 Einwohnern eine der größten Städte des australischen Bundesstaates Western Australia. Eigentlich keine touristische Stadt, sondern der wichtigste Umschlagplatz für Eisenerz, welches über drei verschiedene Linien per Eisenbahn oder mit den 65 Meter langen Roadtrains aus dem inneren des Landes angeliefert wird. Und anschließend im Hafen Port Hedland verschifft wird. Auch ansonsten stellen im australischen Überlandtransport Road Trains vornehmlich die Versorgung entlegener Regionen sicher.

Für uns war Port Hedland nur eine Zwischenstation auf unserem Weg zum Karijini-Nationalpark, der zu weit von Broome entfernt liegt um diese Strecke in einer Tour zu fahren. - An einem kleinen Strand in der Stadt konnten wir dafür abends Schildkröten bei der Eiablage zusehen. Ein tolles Erlebnis, vor allem wenn man mit so etwas in einer Industiestadt gar nicht rechnet.

In der Hamersley Range, im rostroten Zentrum der Pilbara liegt der ausgedehnte Karijini-Nationalpark. Er bietet eine spektakuläre, raue Kulisse in einer uralten geologischen Formation. Mit 627.445 ha ist er der zweitgrößte Nationalpark Westaustraliens und wohl auch der farbenprächtigste. Die trockene, staubige Steppe des Hochplateaus wird durchzogen von windungsreichen Flussläufen, die plötzlich in bis zu 100 m tiefe Schluchten stürzen und Bassins füllen, in denen das Wasser für eine erstaunliche Flora und Fauna sorgt. Mount Meharry ist mit 1.245 m der höchste Berg des Nationalparks.

Von seiner Schönheit haben wir nicht viel mitbekommen, da alle Wasserläufe und auch – löcher fast ausgetrocknet waren, da seit längerer Zeit schon Temperaturen über 45°C  anhielten. Zum Wandern eigentlich auch viel zu heiß, aber um wenigstens etwas sehen zu können, sind wir in einen Canyon hinab gestiegen. - Phu, ganz schön anstrengend.

Von Broome nach Perth

  • Von Broome nach Perth

Exmouth - Ningaloo Riff und Umgebung

Auf der Cape Range Pininsula grenzen zwei Schutzgebiete aneinander, der Ningaloo Marine Park mit dem größen Korallenreef Westaustraliens und der Cape Range Nationalpark, dessen Strände das Sprungbrett in das farbenprächtige Reef sind.

Der Ningaloo Reef Marine Park ist maximal 7 km, minimal 200 m von der Küste entfernt und hat etwa ein Achtel der Fläche des Great Barrier Reefs. Hier tummeln sich Seekühe, Walhaie, Delphine, Schildkröten, Manta-Rochen und im Winter sogar Buckelwale. Insgesamt beherbergt das Riff über 500 Fisch- und 220 Korallenarten. Seit 2011 zählt das Ningaloo Riff zum UNESCO Weltnaturerbe.

An diversen Stränden im Ningaloo Marine Park kann man Schwimmen und auch Schnorcheln. Es gibt genaue Vorschriften, wann und wo geschnorchelt werden darf, da die Gezeiten unberechenbar sind und man leicht abtreiben kann. Nur an der Turquoise Bay kann man zu jeder Zeit ins Wasser gehen. Ebenso gibt es die Möglichkeit je nach Jahreszeiten, den Schildkröten bei der Eiablage zuzuschauen oder die Jungen wenn sie ins Meer wandern.

Der Cape Range National Park ist ein 500km² große Naturschutzgebiet und bildet mit seiner rauen Landschaft voller Schluchten, zerklüfteter Höhenrücken und aridem Buschland einen guten Kontrast zum beeindruckenden Ningaloo Marine Park.

Exmouth liegt abseits des North West Coastal Highway (Nr. 95) von dem bei Minilya eine 217 km lange Stichstrasse an das Nordwestkap abzweigt. Die muss man 87 km wieder zurück fahren um dann nach Coral Bay zu gelangen oder zurück auf den West Coastal Highway, die ganze Strecke. Die Stadt selber hat nicht viel zu bieten, ist aber wie viele andere Städte ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung des Parkes.

Coral Bay liegt ebenfalls am Ningaloo Nationalpark. Ungefähr 132 km von Exmouth entfernt am Indischen Ozean, von hier aus kommt man von der anderen Seite in den North West Cape Nationalpark und zum Ningaloo Reef.

Kalbarri Nationalpark

Unsere nächste Station war die Stadt Kalbarri. Zuerst waren wir ein wenig enttäsucht, aber die spektakuläre Kulisse des Kalbarri Nationalparks hat uns dann doch mitgerissen. Der NP umfasst 183.004 ha und besteht aus zwei verschiedenen Landschaftsformen. Zum einen schützt er den unteren Murchison Fluss, der sich auf einer Länge von 80 km eine Schlucht auf seinem windungsreichen Weg zum Ozean geschnitten hat. Als zweites schließt er die Steilküste südlich der Stadt Kalbarri ein. Sie ist das Resultat von vielen Millionen Jahren der geologischen Veränderung. Unter der Ebene befinden sich tiefe, horizontale Streifen von mehrfarbigen Sand, der in Schichten vor 400 Millionen Jahren abgelagert wurden. Entlang der Küste haben Wind und Wellen eine fantastische, bis zu 100 m hohe, Klippenlandschaft erschaffen.

Im Landesinneren beeindrucken die schönen Gorges und die vom Murchison River gestalteten Schluchten, dazu gehören das Natures Window, Z Bend, Red Bluff und Ross Graham Lookout. Von Red Bluff hat man eine weitreichende Aussicht über die farbigen Kalk- und Sandstein - Felsenriffs.

Die Sommertemperaturen erreichen häufig über 40 °C, und das hat auch uns erreilt, dehalb mussten wir uns bei unseren Touren durch den NP auf die Morgenzeit beschränken. alles andere wäre unerträglich geworden.

Der Murchison River

Nambung-Nationalpark

Nambung-Nationalpark und Perth

Der Nambung-Nationalpark ist von einer für Westaustralien typischen Wüstenlandschaft geprägt, in der die Pinnacles, die vom Wetter geformten Felstürme, aus den gelben Sanddünen emporragen. Der 170km² große Nambung National Park beheimatet neben Kängerus, Emus, und fast 100 Vogelarten auch das 4 Quadratkilometer große Pinnacles Desert mit den weltweit bekannten gelben Kalksteinsäulen. Die Pinnacles weisen eine Gesamthöhe von bis zu 3,5m und eine Basisbreite von maximal 2m auf.

Perth ist die Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt des australischen Bundesstaates Western Australia. Heute leben etwa 2,04 Mio. Einwohner im Großraum Perth. Die nächstgelegene größere Stadt, Adelaide, liegt 2136 km entfernt.

Die Stadt wurde am 12. August 1829 am Swan River nahe dessen Mündung in den Indischen Ozean gegründet. Die offizielle Gründung von Perth war aber erst im Jahr 1856.

Als „Seele der Stadt“ bezeichnen viele Bürger von Perth den Kings Park , ein 400 Hektar großes Gelände am Rande der City, das zu einem Großteil noch aus ursprünglichem australischen Buschland besteht. Den südlichen Teil des Parks nimmt der Botanische Garten ein. Von der Höhe des Parks hat man auch einen Blick auf den Swan River, der sich an dieser Stelle zu einem See erweitert, und auf die Glas- und Betonbauten an seinem Ufer.

Von Perth aus kann man die Umgebung gut mit dem Zug oder Bus erreichen. So waren wir noch in Fremantle.  Die Stadt gilt als eines der kulturellen Zentren von Perth. Von Gefangenen errichtete Gebäude aus der Kolonialzeit, der alte Landungssteg und der Hafen, das Maritime Museum und viele andere Gebäude von allgemeinen historischen Interesse findet man hier. Aber auch schöne kleine Restaurants zum verweilen, ein Glas Wein zu trinken und guten Fisch zu essen.

Kategorie: Reisebericht.