Kroatien im Herbst 2019

Der letzte Urlaub in diesem Jahr - 2 Wochen Kroatien.
Das letzte Mal war ich 2006 in Dubrovnik - wie es sich dort verändert hat - ich bin gespannt. Ein kulinarisches Erlebnis soll die Reise auf jeden Fall werden.

Die Reise geht zuerst mit dem Flugzeug nach Zagreb und von dort aus mit dem Mietauto nach Novigrad in Istrien. Weiter über Opatiija, Zadar, Split und nach Dubrovnik. Also einmal entlang der Küste von Kroatien.

Auf eine Gute Reise

Zagreb

Zagreb bstand bereits im Mittelalter aus zwei Siedlungen, der bischöflichen - und der Handwerkersiedlung. Beide Siedlungen liegen jeweils auf einem Berg. Immer wieder wurden beide Teile zerstört und aufgebaut, aber erst 1990 ließen die Unabhängikeit und die neue Funktion als Hauptstadt Kroatiens Zagreb wieder aufwachen. Und so ist Zagreb heute eine quirlige Stadt mit Mussen, Cafes und Modegeschäfte. Schön ist vor allem der Grünmarkt Dolan.  Hier werden täglich Obst, Gemüse und frischer Fisch feilgeboten.

der Marktplatz

Skulptur von Mertovic

Tunnelsystem in Zagreb

Ein Gedicht – zergeht auf der Zunge

Sambor

Nach der Übernahme des Mietautos sind wir erst einmal in Richtung Norden nach Sambor gefahren. Ein hübsche kleines Städtchen am Rande des Zumbarak Gebirges. Hier muss man unbedingt in der Konditorei Uproazu die Cremeschnitte versuchen. - Ein Gedicht!

Pflaumenstrudel

Istrien

Von hier aus ging es über die Landstrassen weiter nach Istrien. Wenn man die Autobahn nutzen zahlt man in Kroatien Straßennutzungsgebühren und die können einen Urlaub schnell mal um einiges teuere werden lassen. Unser Ziel war Brtonigla, eine kleine Stadt ca. 10 km von Novigrad entfernt, im Nordwesten von Istrien.

Zu entdecken gibt es hier sehr viel, aber auch das Essen ist ausgezeichnet. Trüffel und Olivenöl, sowie den ausgzeichneten Wein sollte manauf jeden Fall probieren. Die drei Tage die wir in Istrien verbringen sollten, waren viel zu schnell vorüber. Bule, Motovun und Buzet, im Mirnatale gelegen, wollten wir genauso sehen, wie Pula und Porec. Auch die Natur, mit ihrer Pflanzenvielvalt war für uns beeindruckend, den wo findet man bei uns noch kleine Flüsse komplett mit Blumen bewachsen.

weißer Trüffel

Blumen soweit man blicken kann

Die nächste Station sollte Opatija sein. Was für ein Unterschied. Eine Kurstadt wie sie im Buche steht. Schon früh kam alles hierher, was Rang und Namen hatte, getreu dem Motto sehen und gesehen werden. Für uns war die Stadt mehr oder weniger Ausgangspunkt um Rijeka zu besichtigen. Erwähnenswert ist die Uferpromenade Lungomare. Diese befindet sich direkt am Meer, ist 12 Kilometer lang, beginnt im kleinen Fischerort Volosko und reicht über Opatija bis zu Lovran. In Volosko sollte man unbedingt frischen Fisch in Konoba Ribarnica Volosko essen. - Ausgezeichnet und zu vernünfigen Preisen.

Rijeka war früher die wichtigste Hafenstadt des Landes und im wird im Jahr 2020 Kulturhauptstadt Europas. Wichtig für die Stadt und das Land, da die Wirtschaft immer noch kränkelt. Die Stadt erinnert mit ihren Bauten sehr an Venedig, den Venezianer haben die Stadt schon früh geprägt.

Wie in Zagreb besitzt auch Rijeka ein Tunnelsystem. Da die Stadt sich in einer Region befindet, wo in der Vergangenheit viele Länder aneinander grenzten, wurde mit dem Bau des Tunnelsystem begonnen. Dadurch wurde die Stadt zu einem Ort von besonders militärischer Bedeutung.
Der Tunnel ist für Besucher geöffnet und wird heute gern genutzt um Partys darin zu feiern.

Fischmarkt von Rijeka

Hafen von Rijeka

Von Opatija ging es weiter immer an der Küste entlang bis nach Zadar. Der Küstenabschnitt wird als einer der Schönsten des Landes beschrieben, aber dem möchte ich nicht ganz zustimmen, mir persönlich imponiert der Abschnitt bis nach Dubrovnik und die Strecke zum Flughafen von Dubrovnik am meisten. Unterwegs Halt waren dieses Mal die kleinen Städte Bakar und Senj.

Bakar

Bakar schmiegt sich eng an eine steile Felswand und ist bekannt geworden durch seine heute längst nicht mehr aktiven Kokerei. Viele Arbeiter sind ehemals dorthin gezogen um Arbeit zu finden. Steile Treppen führen durch das Dorf, keine Autos können dort hoch fahren, alles muß zu Fuß erledigt werden – Was für ein anstengendes Leben.

Dalmatien

Zadar ist eine lebendige Stadt in einer ansonsten sehr ländlichen Region. Hat aber, wie viele der großen und viel bekannteren Städte auch eine große Geschichte. Bis 1797 regierte Venedig die Stadt und machte Zadar lange Zeit zur bedeutendsten Stadt Dalmatiens. Den Einfluß der Venezianer kann man auch heute noch sehen, z.B. am Landtor (Kopnena vrata), das durch den Markuslöwen die Seemacht demonstiernen soll.

Kopnena vrata

Plitvicer Seenplatte

Zadar ist auch ein guter Ausgangspunkt um das Hinterland zu erkunden, so z.B, auch die Plitvicer Seenplatte. Der Nationalpark ist seit 1979 in die Liste der Unesco Weltkulturstätten aufgenommen. Gegründet wurde er bereits 1949, aber das Gebiet ist schon viele Jahre zuvor als Schutzgebiet bekannt. Besucher strömen in Mengen dorthin um die Schönheiten der Umgebung zu geniessen, nur durch ein ausgeklügeltes System an Pfaden und ein gutes Management ist es bis heute gelungen den Park so autentisch wie möglich zu halten.

Unsere nächste Station war dann Split, mit den Unterwegshalten in Sibenik und Trogir. Sibenik ist eine kroatische Stadt, wurde das erste Mal im Jahr 1066 vom kroatischen König Petar Kresimir erwähnt. 1409 wurde die Stadt 3 Jahre lange von den Venezianern belagert, mußten dann aufgeben und die Vorherschaft Venedigs anerkennen. Die Stadt kam 1920 im Grenzvertrag von Rapallo zum neuen Königreich Jugoslawien, im Gegensatz zu Zadar.

Katedrale von Sibenik

Split

Split ist eine mehr als interessante Stadt, Alt- und Neustadt sind total miteinander verwoben.

Der römischen Kaiser Diokletian, hat sich vor Ort einen pompösen Palast anlässlich seines Ruhestandes erbauen lassen, welcher 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Diesen umschließen 4 Tore, die bis heute das Bild der Stadt prägen.

Sehenswert ist auch die Galerie Mestrovic, (Mestrovic ist der bekannteste kroatischer Architekt und Bildhauer) deren Besuch man schön mit einer kleinen Wanderung über den Hausberg von Slit, dem Marjan verbinden kann.

Blick über Split

Dubrovnik

Die letzte Etappe entlang der Küste führte uns nach Dubrovnik. Was ich total vergessen hatte, ist dass man ein kleinen Teil der Strecke durch Bosnien Herzigoniva fahren muss, den das Land hat nur in einen kleinen Bereich Zugang zum Meer. Unterwegs haben wir uns dieses Mal Somes (eine alte Römersiedlung) bei Split angesehen, sowie Omis (ein Piratennest)

Piratenstadt Omis

Neretavadelta

Plantane von Trsteno

Ausgrabungen von Somes

Über Dubrovnik muss man glaube ich dann nicht mehr all zu viel schreiben, ausser dass die Stadt total überlaufen ist. Zuviel Kreuzfahrschiffe kommen dort an und die Menschen nur so durch die Stadt geschleußt werden. Wir haben uns bereits am frühen Morgen auf den Weg gemacht, um wenigstens vor dem großen Ansturm die Stadt über die Stadtmauer besichtigen / umrunden zu können, ohne Stau stehen zu müssen. Man glaubt es nicht, aber es war tatsächlich trotz der Nebensaison noch sehr viel los.

Persönlich finde ich die Stadt immer noch sehr spannend, es gibt immer viel zu entdecken und erkunden, auch wenn man schon mehrere Male dort war. Nur die Menschenmengen haben enorm zugenommen, seit meinem Letzten Besuch und dass finde ich nicht besonders schön. Es belastet die Stadt und die Anwohner doch sehr. Das Problem der Touristenmassen haben in der Zwischenzeit ja viele Städte, einige versuchen durch die Begrenzung der Touristenanzahl Herr der Situation zu werden. Und doch sind viele von den Einnahmen aus dem Tourismus abhängig. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Aber wie soll man dem Ganzen perönlich begegnen? Nicht mehr reisen?

Noch ein paar Eindrücke / Fotos

Kategorie: Reisebericht.