Rathaus, Palast und Herrenhäuser Lima in Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Peru 2017

Nun ist die Reise geplant und gebucht. Es gibt kein Zurück mehr!

 

 
Geplant sind auf jeden Fall die Highlights: Lima, Machu Picchu, Titicaca See, Trujillo und zum Schluss entspannen am Meer.

Die Zeitdifferenz beträgt Minus 7 Stunden und somit kommt man am gleichen Tag noch in Lima an, obwohl wir fast 14 Stunden unterwegs sein werden. Dann haben wir Zeit uns die Stadt Lima anzusehen, bevor es weiter geht zum Titicaca See geht. Hier werden wir mit dem Boot eine Runde auf dem See machen und verschiedene Inseln anfahren. Danach geht es weiter nach Machu Picchu, der Inka Hochburg. Darauf freue ich mich am meisten. Auch bin ich gespannt, wie uns die Höhe bekommt.

 

 
Jetzt wird es langsam ernst: Nach Wochen der Unsicherheit wegen der schlechten Wetterlage in Peru, geht es jetzt endlich los. In den letzten Wochen gab es heftige Regenfälle in Peru, die in bestimmten Bereichen für Überschwemmungen und Chaos sorgten. Das hat auch uns Sorge breitet, ob wir überhaupt fliegen können. Die Skepsis ist geblieben, aber scheinbar hat sich die Lage vor Ort soweit beruhigt, dass mit den Aufräum- und vor allem den Aufbauarbeiten begonnen werden können. Und da sind ja Devisen ein wichtige Unterstützung.

Ob wir problemlos mit dem Bus über Land reisen können, bezweifel ich. Ich werde darüber berichten.

Meine Zweifel waren berechtigt, denn seit gestern 13.04.17 wissen wir, dass es im Norden von Peru nochmals heftig geregnet hat und wir dorthin nicht reisen können. Das heißt Trujillo und Manacor (entspannen am Meer) entfällt. Alternativ werden wir jetzt in den Süden fahren.

Angekommen in Peru sind wir sehr gut, aber zur Zeit warten wir noch darauf wie es weiter geht. Das treibt uns natürlich ein wenig um. Hoffenlich bekommen wir unsere Unterlagen früh genug sonst stehen wir im Regen.....

 

Angekommen in Peru sind wir sehr gut, aber zur Zeit warten wir noch darauf wie es weiter geht. Das treibt uns natürlich ein wenig um. Hoffentlich bekommen wir unsere Unterlagen früh genug sonst stehen wir im Regen.....

 

 
14.04. - 16.04.2017 Lima

Angekommen sind wir wie gesagt in Lima- der Hauptstadt von Peru, bei sehr schönem Wetter. Da wir abends in Lima eingetroffen sind, konnten wir mehr oder weniger fast direkt schlafen gehen. Am nächsten Tag haben wir dann eine Stadtführung bekommen. Zuerst haben wir einen Markt besucht, um einige regionale Früchte kennen zu lernen. Und wir haben unsere ersten Coca Blätter probiert. Das Wundermittel gegen die Höhenkrankheit.

Danach ging es weiter mit der Metro in die historische Altstadt. Die Metro in Lima ist eigentlich ein Bus, der auf eigenen abgegrenzten Strassen fährt. Das System ist recht simpel, für jede Strecke 2,50 Soles. Unser Problem war nur, dass man eigentlich eine aufladbare Magnetkarte benötigt. Da wir am Karsamstag die Metro benutzen wollten und dies ein heiliger Feiertag in Peru ist, konnten wir keine solche Karte kaufen und mussten uns immer durchfragen, ob uns jemand mit durch das Drehkreuz nimmt (wir haben immer das Geld zum Laden der Karte dazu gegeben).

Die historische Altstadt ist im Kolonialstil aufgebaut und erinnert schwer an den Madrid. Vor allem der Plaza Mayor. Hier befinden sich die wichtigsten Gebäude der Stadt: Die Catedral de Lima, der Palacio de Arzobispo, der Palacio de Gobierno und das Rathaus - die Municipalidad. Viele der Gebäude haben Balkone oder Erker (miradores) in der typischen Holzbauweise.

Käfer in Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Und ja, es gibt ihn noch . Der Käfer

Lima am Meer Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Lima liegt auf einem Hügel direkt am Meer. Die Hänge müssen geschützt werden, da sonst bei Erdrutsch die Küstenstraßen verschüttet werden.

Kunst an der Küstenstrasse Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Kunst - entlang der oberen Küstenstrasse

Lima Innenstadt Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Lima Innenstadt

Mitten in Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Hier spielt sich das Leben ab.

Platz am Rathaus Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Platz mit Rathaus, Palast und wichtigen Herrenhäusern

Favelas Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Auch das gehört zu Lima, die Favelas - Armensiedlung , teils ohne Strom und fließend Wassen

Lima Markt Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Lima hat eine sehr große Auswahl an Früchten und Kartoffelsorten

Essen in Peru 2017 - Sisbe´s Reisebericht, Urlaubstipps und Impressionen

Die Peruaner lieben es sehr süß und bunt.

16.04.-18.04 Ariquipa

Von Lima ging es weiter nach Ariquipa. Die Stadt liegt auf 2353 Mtr. und ist deshalb der Ausgangspunkt für viele Reisende die zum Colca Canyon möchten oder in Richtung Macchu Pichu. Hier kann man sich schon einmal ein Wenig an die Höhe gewöhnen, denn die Höhe sollte man nicht unterschätzen. Die macht einem ganz schön zu schaffen. Die Luft ist dünner als normal und jede Bewegung kann schnell zu Atembeschwerden führen. Es scheint immer so als ob man zu wenig Luft bekommt, aber hier helfen ja die Coca-Blätter, die wir bereits in Lima auf dem Markt bekommen haben. Sie schmecken nicht besonders gut, aber wenn es hilft.
Ariquipa hat wieder einen Hauptplatz, den Plaza Principal de la Virgen de la Asunción (ähnlich wie in Lima). Dieser wird an drei Seiten von Arkadengängen umsäumt und an einer Seite von der Kathedrale. Die Stadt wird auch als weiße Stadt bezeichnet, da viele der Gebäude aus hellem Vulkangestein erbaut wurden. Im Jahr 2000 wurde das historische Stadtzentrum in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen.

Drei Vulkane umgeben die Stadt. Der Nevado Misti mit 5822 Mtr. Höhe und damit der Bedeutenste, dem Nevada Chachani und dem Nevado Pichu Pichu. Die Vulkane sind auch die Wahrzeichen der Stadt.

In Arequipa hatten wir auch unseren ersten freien Tag. Wir konnten selbst entscheiden, was wir uns ansehen wollten oder einfach nur Shoppen gehen, denn dass kann man hier sehr gut. Vor allem Strickwaren aus Baby-Alpaka. (Wenn das Alpaca das erste Mal geschoren wird, bezeichnet man die Wolle, die daraus gesponnen wird, als Baby Alpaca.)

In Südamerika gibt es vier Arten von Kamele: die kleinste Art sind die Vicunas. danach kommen die Guanacos, dann die Alpacas und zum Schluss die Llamas.

Angesehen haben wir uns auch die Stadt in der Stadt - Santa Catalina. Das Dominikaner - Kloster wurde 1579 erbaut. In den Mauern dieser Stadt lebten einst über mehrere Jahrhunderte 150 Nonnen mit Ihren rund 400 Angestellten. Nur Töchter aus reichen Patrizierfamilien spanischer Abstammung konnten dort wohnen, da die Mitgift rund 1000 Goldpesos betrug und die Familien auch für die weiteren Kosten im Konvent aufkommen mussten.

Arequipa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region Arequipa im Süden des südamerikanischen Anden-Staates Peru. Das kulturelle Zentrum des südlichen Perus.

Traditionelle Tracht

Das Kloster Santa Catalina gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit.

18.04. - 19.04.2017 Der Colca Canyon mit Chivay

Von Ariqipa hatten wir eine Zweitagestour zum Colca Canyon und weiter nach Puno am Titicacasee auf unserem Programm stehen. Das hieß wieder früh am Morgen aufstehen, denn die Tour startete bereits um 7:30 Uhr. Unterwegs waren wir mit einer kleinen internationalen Gruppe.

Der Colca Canyon wird als eine der attraktivsten Natursehenswürdigkeiten Perus bezeichnet. Man sieht auf dem Weg dorthin tiefe Felsschluchten und muss einige Höhenmeter überwinden. Die karge Hochebene Pampa Canihuzas liegt auf 3800 Mtr. Der Canyon wird vom gleichnamigen Fluss dem Colca River geprägt. Der Canyon ist ca. 100 km lang und stellenweise bis zu 1200 Mtr. tief, d.h. er ist tiefer als der Grand Canyon in den USA.

Auf dem Weg zu unserer ersten Station Chivay, haben wir mehrere Pässe überquert, der höchste davon ,der Patapampa liegt auf 4680 Mtr.. Spätestens hier wird einem klar, was Höhenkrankheit bedeutet. Die Luft wird knapp, man bekommt Kopfschmerzen und vielleicht wird einem auch übel. Hier helfen sehr gut die Coca-Blätter , die unser Guide uns zu Anfang der Tour als Geschenk gemacht hat.

Übernachtet haben wir in Chivay, einer kleinen Stadt auf 3650 Mtr. Höhe, mit einer Thermalquelle. Von unserem Hotel hatten wir eine ganz tolle Aussicht auf die umliegenden Vulkane und Berge. Das Spektakulärste ist uns dann am Morgen widerfahren. Einer der Vulkane hat Asche gespuckt. Sensationell! Nur gut, dass es nur eine kurze Erruption war, denn dass hätte uns vielleicht den Rest des Tages verderben können. Heute sollten wir schließlich Kondore sehen und diese fliegen nur, wenn die Thermik stimmt, da sie mit dem Aufwind fliegen / Segeln. Der Ascheregen könnte dies also verhindern.
- Glück gehabt, wir haben am Cruz del Cóndor tatsächlich den König der Anden (Kondore) fliegen sehen.

Der Cruz del Cóndor war früher ein heiliger Ort. Hier haben die Bewohner von Pinchollo Opfergaben für die Pachamama dargebracht (Pachamama könnte man mit Mutter Erde übersetzen).

Es gibt an die 3000 Kartoffelsorten in Peru, da muss man schon einmal der Versuchung erliegen und probieren. Hier sind 7 Verschiedene Kartoffelsorten auf einem Teller.

Das Colca-Tal ist eine Schlucht bei Chivay in Peru, 97 km nördlich von Arequipa

Am Morgen bricht der Vulkan aus.

Ist der Tag mit dem Condor noch zu retten?? Werden wir sie sehen??

Der Colca Canyon - eine Schlucht, 3.269 m bzw. 1.200 m tief.

Andenkondor

19.04. - 21.04.2017 Puno und der Titicaca See

Puno ist das Tor zum Titicaca See und für uns der Ausgangspunkt für eine Bootstour auf dem See. Die Stadt liegt auf 3810 Mtr. und somit ist der Titicaca See der höchste navigierbare See der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3812 m über dem Meeresspiegel, ist 178 km lang und bis 67,4 km breit und hat eine durchschnittliche Tiefe von 107 m.. Leider sinkt der Wasserspiegel in den letzten Jahren zusehends ab. Natürlich war auch hier wieder einmal früh morgens aufstehen angesagt, da alle Bootstouren um 7:45 Uhr am Hafen von Puno beginnen. - Was für ein Chaos! Sogar über die anderen Boote musste man steigen, um in das eigene zu gelangen. Nach dem Ablegen, war das Chaos schnell vergessen, denn wir waren das einzige Boot, dass direkt nach Taquile Island gefahren ist. Auf Taquile Island leben nur wenige Menschen und dies nach den alten traditionellen Regeln. Ich glaube die Regeln lassen sich am Besten beschreiben mit unserem Sprichwort "Einer für Alle, Alle für Einen" - Die Gemeinschaft steht vor dem Einzelnen. Es gibt wohl mehere Familien auf der Insel und das Führungoberhaupt wird alle paar Monate gewechselt, immer aus einer anderen Familie. Es gibt keine Autos und fast kein Geld auf der Insel. Das Geld, das die Touristen bringen, wird in die Ausbildung der Kinder gesteckt und alles sehr gerecht verteilt. Gelebt wird ansonsten vom Ackerbau und der Handarbeit, wie Stricken und Weben (hier Stricken die Männer, so fein und exakt....) Danach ging es mit dem Boot weiter nach Llachon - Santa Maria zum Mittagessen. Wir haben ein sehr traditionelles Pachamanca Essen bekommen. Das Fleich, der Fisch und auch das Gemüse wird unter der Erde gegart. - Eingewickelt in spezielles Papier wird der Fisch und das Fleisch zwischen heiße Steine gelegt, danach mit heißen Steinen bedeckt únd dann die Kartoffeln dazu gelegt. Nach einer weiteren Schicht heißen Steinen wird noch das Gemüse dazu gelegt, nochmals eine Schicht heiße Steine darauf gelegt und zum Schluss alles mit Erde zugeschüttet, um das Ganze abzudichten. Nach ca. 20 Minuten soll das Fleisch, der Fisch und das Gemüse gar sein und wird wieder ausgegraben. Das Essen ist der Mutter Erde gewidmet, da wir ihr alles zu verdanken haben. Nach dem Lunch ging es weiter mit dem Boot zu den "Schwimmenden Inseln". Diese Inseln werden von den Bewohnern alle paar Jahre neu errichtet, da die Grundsubstanz (riesige Blöcke aus Erde mit Wurzelwerk) sich dann beginnt zu zersetzen. Diese Blöcke werden zuerst von den Bewohnern gestochen (ähnlich wie Torf) und anschließend zuerst getrocknet. Nach ein paar Wochen werden die einzelnen Blöcke dann miteinander verbunden und mit Schilfgras bedeckt, welches immer wieder erneuert werden muss. Die Inseln liegen in einer Bucht im Titicaca See und sind daher geschützt vor Wind und Sturmböhen, müssen aber trotzdem mit dem Grund verbunden werden. Es leben immer 2 bis 3 Familien auf solch einer schwimmenden Insel und auch hier, wie auf Taquile Island, ist der Gemeinschaftssinn sehr aufgeprägt. Die Hütten auf der Insel sind nur aufgesetzt und in der Insel veranktert. Strom wird seit einigen Jahren mittels Solarpanals erzeugt und die Hütten sind sehr spartanisch eingerichtet. Da die Inseln aber nicht sehr weit von Puno entfernt liegen, werden die Kinder iin der Zwischenzeit mit dem Boot aufs Festland zur Schule gebracht., denn in Peru herrscht Schulpflicht.

Auf dem Titicaca See

Die Stickenden Männer

Die Männer Stricken, die Frauen Weben und wie fein

21.04. - 23.04.2017 Der Weg nach Cusco und die Stadt Cusco

Heute stand zuerst die Fahrt von Puno nach Cusco an in Verbindung mit Fotostopps und einigen Besichtigungen. Wir hatten uns für diese Variante die touritische Variante der Busfahrt entschieden, da wir hofften noch einiges sehen zu können. Leider waren in dem Bus 38 Personen und so wurde das Ganze eher zu einem schnellen Abfertigen, als zu einer wahren Attraktion. Der erste Stopp wurde in Pukara gemacht (3860 Mtr. ü.n.N). Hier konnten wir uns das Museum Litico und die örtliche Kathedrale anschauen.- Zeit 30 Minuten. Bei 38 Leuten in einem Bus, eher nicht machbar. Raus aus dem Bus, rein ins Museum und wieder einsteigen - gesehen fast nix. Und so war es dann die ganze Zeit über - klappt es oder nicht?? - nein natürlich nicht! Nach Pukara ging es dann weiter zu einem Fotostopp - La Raya 4335 Mtr. ü.n.N. Mit einem wirklich tollen Ausblick auf die Bergwelt, die Vulkane und den Canyon. 38 Personen auf einem Parkplatz mit Kamera - jeder steht jedem im Weg. Von hier aus ging es dann zum Mittagessen in Sicuani (3450 Mtr. ü.n.N). Das Auf und Ab geht ganz schön an die Substanz, dank Coca Blätter ist dies aber zu ertragen. Nach dem Mittagessen ging es weiter nach Raqchi (3185 Mtr. ü.n.N). Hier konnten wir uns den Tempel der Wirachoncha ansehen und anschließend auf dem Marktplatz noch Souveniers kaufen. Zeit 45 Minuten, davon waren 20 Minuten gemeinsamme Führung durch die Ruine. Zuletzt gab es noch einen Stopp in Andahuaylillas (3093 Mtr. ü.n.N). Die Stadt besitzt eine sehr schöne Kirche, die Iglesia de San Pedro und einen netten Plaza Mayor. Von hier aus ging es dann zu unserem eigentlichen Ziel Cusco (3399 Mtr. ü.n.N). Hier konnten wir uns erst einmal einen Tag von dieser Strapaze erholen.

die Kirche von Pukara

Im Museum von Pukara

Die Stadt Raqchi

Der Tiger

Impressionen

Unterwegs nach Cusco

einfach geniesen

Cusco - die Hauptstadt der Inkas oder auch der Nabel der Welt.

Heute ist die Stadt das kulturelle Zentrum Perus, ein Mix aus Inka - Kultur und kolonialen Einflüssen. Die kolonialen Einflüsse sieht man am Besten auf dem Plaza de Armas (Platz der Tränen - Huacaypata, da hier im Jahre 1572 Tùpac Amaru hingerichtet wurde). Um den Platz reihen sich Kirchen (wie die Kathedrale, die La Compania de Jesus Kirche) sowie koloniale Gebäude und die meisten Restaurants. Wir waren im etwas ruhigeren Künstlerviertel "San Blas" untergebracht und da die Stadt in den Bergen liegt, mussten wir immer rauf und runter gehen. Pizzaro wollte in seiner blinden Zerstörungswut, das Reich der Inkas vernichten, alles Gold rauben, aber die Mauern der Inka - Tempel waren zu mächtig um sie einreißen zu können. Deshalb sind in Cusco heute noch viele Kirchen auf den Grundmauern der ehemaligen Inka - Stätten aufgebaut. Die am besten erhaltene Mauer des ehemaligen Ica Roca Palastes liegt auf der Calle Hatunrimiyoc. Hier findet man auch den 12-eckigen Stein, der passgenau in das übrige Mauerwerk eingefügt wurde. Wie die Inkas dies geschaft haben, ist bis heute ein Rätsel. In Cusco haben wir dann auch unsere weiteren Reiseunterlagen erhalten, denn wie am Anfang geschrieben, mussté eine Umbuchung vorgenommen werden, da der Norden des Landes wegen anhaltender Regenfälle nicht bereist werden konnte. Dass hieß für uns Trujillo und Mancora fallen aus. Stattdessen geht es weiter nach Ica und Paracas, in den Süden.

Wandmalerei in Cusco

23.04. - 24.04. 2017 Der Markt von Pisac und Ollanta

Heute stand die Fahrt nach Ollantaytambo an, mit dem Besuch des Marktes und der Ruinen von Pisac. Der Weg dorthin führt durch das Valle Sagrado de los Incas - (Heilige Tal der Inka, Quechua: Willka Qhichwa) ist das landwirtschaftlich bedeutendste Hochtal der Inkas. Als Valle Sagrado wird die Gegend zwischen den Ortschaften Pisac und Ollantaytambo bezeichnet. Ein wichtiges landwirschaftliches Anbaugebiet Perus, bis heute sehr ertragsreich. Der Sonntagsmarkt in Pisac machte die Stadt wohl bekannt, ist aber in der Zwischenzeit mehr oder weniger ein Touristenmarkt und kein typischer Bauernmarkt mehr, auf dem Zwiebeln,, Kartoffeln, Mais, Avocados, Mangos und Quinoa verkauft werden. Über der Stadt befinden sich die Ruinen von Pisac, einer Inka Stadt, die durch Befestigungsmauern, Tore und Bastionen geschützt wurde. Von hier oben kann man über das Urubambatal schauen, sowie die benachbarten Seitentäler. Ein strategisch wichtiger Punkt für die Inkas und nur eine von vielen Inkastätten im Urubambatal. Ollantaytambo ist der Ausgangspunkt für die Zugfahrt nach Aguas Calientes oder auch Pueblo Machu Picchu genannt. Ollantaist einer der ältesten, ständig bewohnten Orte Perus. Über dem Ort thront die Festung Ollantaytambo, eine wiederum strategisch wichtige Stelle im heiligen Tal und die letzte Bastion der Inkas während der spanischen Besetzung. Beinahe unendlich viele Stufen und Terrassen führen hinauf zum unvollendeten Tempel der Sonne. Ein Meisterwerk der Technik wie die tonnenschweren geschliffenen Steine (Magalithen) ineinander passen. Unvorstellbar wie die riesigen Steine (bis zu 80 Tonnen schwer) von der Fundstelle zum Bauort gebracht wurden. Ein Rätsel bis heute, obwohl man in der Zwischenzeit herausgefunden hat, woher die Steine stammen, aber nicht wie sie transportiert wurden.

Die Ruinen von Pisac

Man wundert sich, wie die Inkas das fertig gebracht haben.

Terrassen aus Stein, mindestens 3 mtr. hoch

Auch die Wasserversorgung war schon sehr ausgeklügelt

24.04. - 27. 04.2017 Machu Picchu und Urubamba

Die Zugfahrt von Ollanta nach Aquas Calientes dauert ca. 1,5 Stunden und führt entlang des Rio Urubamba. Er entspringt an der Wasserscheide zw. den südöslichen Andenketten Perus und dem Hochland (Altiplano) Perus und Bolivien. Die Bahnfahrt ist sehr schön und abwechslungsreich. Man sieht Terassenanlagen der Inkas, verschiedene Dörfer und den Einstieg zu Inkatrail. (Den sind wir nicht gelaufen, denn da muss man vorher reservieren und es sind auch nur 500 Personen zugelassen.) Von Aguas Calientes aus, geht es dann mit dem Bus hinauf zum Machu Picchu (2400 Mtr. ü.n.N) 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menscheit ernannt, wurde der Berg nach dem letzten schweren Erdbeben im Jahre 2014, auf die Liste der gefährdeten Kulturstätten gesetzt. Machu Picchu wurde in der Anfangszeit der Inkas gegründet. Der an drei Seiten von schroffen und steilen Felsen umgebene Ort, war eine gut abgesicherte Schutzburg. Mächtige Mauern schützten die Stadt und mittels hängender Gärten war sie autark und konnte bis zu 1000 Menschen beherbergen und ernähren. Die Stadt weist viele architektonische Besonderheiten auf, die Bezug zur Tag- und Nachtgleiche und zum Verlauf der Gestirne haben. Sie besitzt beispielsweise eine noch heute voll funktionsfähige Wasserversorgung und eine aufwendige Regenwasserableitungsstruktur, die von sichtbaren Ablauflöchern in den Terrassenwänden abgesehen, und zumeist im Terrassenunterboden verborgen liegen. Für uns nicht zu erfassen und deshalb wahrscheinlich so faszinierend. Nach dem Besuch von Machu Piccu ging es wieder mit dem Zug zurück nach Ollanta, wo wir bereits erwartet wurden, um zu unserem nächsten Hotel im Urubamba Tal gebracht zu werden. Hier konnten wir uns etwas von den Strapazen der letzten Tage erholen. Im Schwimmbad planschen oder im Jaccuzzi einfach nur relaxen. Oder so wie ich, mit der Kamera herumgehen und Kolibiries fotografieren (sofern man schnell genug ist, aber der Versuch ist es wert).

Machu Picchu - Die uneinnehmbaren Inkastadt

Die Stadt liegt strategisch günstig in den Bergen

Wie diese Steine auf den berg geracht wurden, ist bis heute ein Rätsel

Eine Inkabrücke - Diese gehörte früher zum Inkatrail, auf dem Waren in die Stadt gebracht wurden

27.04. - 02.05.2017 von Urubamba nach Ica und Paracas

Ab hier hatte sich unser Reiseprogramm ja wegen der heftigen Regenfälle im Norden von Peru geändert. Anstatt wie geplant in den Norden nach Trujillo zu fahren, ging es in den Süden in die Gegend um Ica. Dafür mussten wir noch einmal zurück nach Cusco, um von dort aus am nächsten Morgen in aller Frühe nach Ariquipa zu fliegen. In Ariquipa hatten wir dann einen ganzen Tag zur Verfügung, denn erst am Abend ging es weiter mit dem Nachtbus. Ich kannte den Nachtbus ja bereits aus Argentinen und hatte gehofft, dass dieses System so auch in Peru vorzufinden ist. Die Bequemlichkeit des Busses (mit ganz tollen Liegesitzen und viel Platz, besser wie in jedem Flieger) war gegeben, aber der Service ließ schwer zu wünschen übrig. Hätten wir nicht selber Wasser zum trinken mitgenommen, wären wir während der 11 Stunden Busfahrt doch verdurstet. Die Huacachino Oase unsere nächsten Station, liegt an der Stadtgrenze zu Ica. Die Oase war bestimmt einmal sehr schön, denn sie umschließt Dünen, die mit einer Höhe von 100 Metern zu den größten den Landes zählen - eine der touristischen Attraktionen Perus. Sie soll einst aus orientalisch anmutenden Gebäuden zwischen Dattelpalmen bestanden haben, aber heute ist es eine Partymeile - laut und schmutzig. Während der Inka Zeit war die Lagune ein heiliger Ort. Nach einer Legende verwandelten die Inka Götter die Tränen einer Frau, die ihren verstorbenen Geliebten beweinte, zu dieser Lagune. Die Oase wird von einem unterirdischen Andenfluss gespeist, der mineralhaltiges Wasser mitführt, und sie so lange Zeit als Heilbad nutzbar machte. Der Wasserspiegel nimmt in den letzten Jahren kontinuierlich ab und wird deshalb über 2 Pipelines mit Wasser gespeist. Von hier aus ging es weiter nach Paracas. Die Paracas-Halbinsel, südlich der Paracas-Bucht und die Islas Ballestas bilden das Nationalreservat Paracas. Das Reservat soll die reichen Vorkommen an Mähnenrobben, Blaufußtölpeln, Pelikanen, Humboldt-Pinguinen und anderen Meeressäugern und Seevögeln schützen. Auf der Halbinsel befindet sich eine große Felszeichnung, "de Candelabro de Paracas" (Der Kerzenleuchter von Paracas), der den Nasca Linen ähnelt und wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation diente.

02.05. - 04.05.2017 Zurück in Lima und Rückflug nach Deutschland

Zum Abschluss der Reise, hatten wir nach dem ganzen Hin - und Her mit der Umbucherei, uns noch zwei zusätzliche Tage in Lima gegönnt. Hier haben wir das Goldmuseum besucht und sind von der Altstadt bis nach Miraflores gelaufen. Dabei haben wir noch den einen oder anderen tollen Platz und koloniale Gebäude entdeckt.

Und dann hat alles einmal ein Ende! Der Rückflug nach Deutschland über Amsterdam verlief ruhig und wir konnten auch ein paar Stunden schlafen.

Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon!
(aus dem Buch der Reiseverführer)

Kategorie: Reisebericht.